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Lancelot von Steinbach-Ries

Geboren am 21. April 2019
Bild vom Bettina Müller

 

Er stammt ab von Menne 496 Sport   x   Pantheia von Steinbach-Ries Ster

Bild wurd mir mit freundlicher Unterstützung von Markus Neuroth aus Friesenwiki

zur Verfügung gestellt

Bild wurd mir mit freundlicher Unterstützung der Züchterin Bettina Müller

zur Verfügung gestellt

 

 

Kurzer Ausflug zu Lancelot´s  Ahnen

 

 

DER VATER: Menno fan Oostenburg wurde am 17.03.2012 geboren und im Jahr 2016 nach der Körung als Menne 496 eingetragen.
Er ist ein Hengst, der mit einem hervorragendem Stammbaum überzeugt und ein Stockmaß von 1,69 misst. Vater Norbert 444  gehört mit zu den stärksten Vererbern und seine Mutter ist eine 1. Prämie-Ster-Stute von Beart 411 mit einem IBOP-Ergebnis von 82 Punkten, die bereits in jungen Jahren mit fünf Ster Nachkommen preferent wurde. Die Großmutter (von Nykle 309)  ist ebenfalls eine 1. Prämie preferente Ster-Stute. Sie ist eine Vollschwester des Grand Prix Hengst Ielke 382 und stammt von der bekannte Preferenten Prestatie-Stute Imkje ab. Menne ist ein auffalender korrekt gebauter Hengst, der sich in der HLP als absolutes Allroundtalent bewies. 

Auf der Zentralen Hengstleistungsprüfung erreichte er im Jahr 2016 folgende Bewertungen:

DERSSURFAHREN

SchrittTrabKörperhaltung

Souplesse

ÜbergängeImpulsGESAMT
6,507,507,507,507,007,0079,99

SHOWFAHREN

Einsatz Vorhand TrabEinsatz Hinterhand TrabSchwebemoment TrabKörperhaltung FrontSouplesseImpulsGESAMT
7,007,507,007,007,07,007,0078,50

UNTER DEM SATTEL

SchrittTrabGaloppKörperhaltung/BalanceSouplesseÜbergängeImpulsGESAM5,
6,507,008,007,507,007,007,5079,50

 

 

 

AUSZUG  AUS DEM RAPPORT DER HENGSTLEISTUNGSPRÜFUNG

Exterieur

Rassetyp
 Menno van Oostenburg ist ein jugendlicher und ausreichend rassetypischer Hengst von ansprechendem Modell. Der Kopf ist ausreichend ansprechend, der lange, schön geformte Hals ist etwas horizontal gestellt.Menno van Oostenburg hat ausreichend Behang und ist schwarz.

Gebäude
 Der Hengst zeigt einen hübschen Typ und steht in einem sehr korrekten Modell. Er verfügt über lange Linien, mit starken Verbindungen in der Oberlinie. Er ist aufwärts gebaut und zeigt eine lange, schräg gelegene Schulter. Die Kruppe hat Länge und die gewünschte Form.

Fundament
 Das Fundament strahlt Qualität aus. Das lange Vorderbein ist korrekt gestellt, die Hinterhand ist säbelbeinig und leicht kuhhessig. Die Hufe sind gut geformt.

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
 Menno van Oostenburg hat sich während der Leistungsprüfung gut verbessert. Er ist ein freundlicher, aufmerksamer Hengst. Anfangs hatte er etwas Mühe damit, seinen Körper ausreichend einzusetzen. Er zeigt ausreichend Einsatzbereitschaft und reagiert gut auf Hilfen. Menno van Oostenburg bewegt sich ohne Unsicherheiten und mit viel Raumgriff. In allen drei Disziplinen könnte er mehr Aufwärtstendenz zeigen und mehr Gewicht mit der Hinterhand aufnehmen. Im Zuge des Reitpferdeexamens fiel seine Veranlagung für den Galopp positiv auf.

Schritt
 Der Schritt zeigt ausreichend Raumgriff und Aktivität. Der Hengst könnte dabei mehr Körpereinsatz sehen lassen.

Trab
 Der Trab ist raumgreifend und kräftig. Die Hinterhand sollte dabei ein wenig schneller unter den Körper platziert werden, darüber hinaus sollte sich der Hengst im Trab stärker aufwärts bewegen und mehr Geschmeidigkeit zeigen. Im Laufe der Leistungsprüfung hat er sich dahingehend verbessert.

Galopp
 Der Galopp ist aufwärts gesprungen und hat Raumgriff. Die Hinterhand wird dabei weit nach vorne unter den Körper gesetzt und trägt dadurch gut. Menno van Oostenburg kann seinen Rahmen im Galopp gut erweitern.

Veranlagung als Reitpferd
 Menno van Oostenburg zeigt unter dem Sattel viel Veranlagung, wobei seine Galoppqualität besonders positiv auffällt. Er könnte insgesamt mehr Körpereinsatz mitbringen und besonders im Trab eine stärkere Aufwärtstendenz zeigen.

Veranlagung als Fahrpferd
Als menpaard hat Menno van Oostenburg eine gute Veranlagung. Er hat geräumige Bewegungen und lässt sich gut gebrauchen. Seine Haltung ist ausreichend, die Bewegung könnte insgesamt stärker aufwärts erfolgen.
 Als tuigpaard zeigt Menno van Oostenburg genügend Veranlagung, könnte in dieser Disziplin aber mehr Aufrichtung und Front sehen lassen. Er bringt ausreichend Lauflust mit, die Hinterhand sollte energischer untertreten. Die Vorhand wird geräumig und mit guter Knieaktion nach vorne weggesetzt.

Beurteilung Leistungsprüfung
 Menno van Oostenburg bringt eine gute Veranlagung als Dressurreit- und Dressurfahrpferd mit. Als tuigpaard zeigt er genügend Anlage. Er lässt sich gut gebrauchen und zeigt genügend Einsatzwillen.

Endbeurteilung

Menno van Oostenburg kommt aus einer gute Stutlinie und verfügt über ein sehr gutes Exterieur. Er hat eine gute Veranlagung als Dressurreit- und Dressurfahrpferd bewiesen, sowie eine genügende Anlage als Showfahrpferd und kann somit als ‘Allrounder’ beschrieben werden. Auf Basis seiner Ergebnisse wird Menno van Oostenburg unter dem Namen MENNE 496 in das Stammbuchregister eingeschrieben.

Mutterrapport

Allgemein
 Die Mutter von Menne 496 ist die 12-jährige 1. Prämie-Stute Nynke fan ‘t Skanswyke.Diese Beart 411 P-Tochter ist eine gute, horizontal gebaute Stute mit einer schräg gelegenen Schulter, einer starken Oberlinie und Lendenpartie sowie einer ausreichend langen Kruppe, die mittelmäßig geformt ist. Sie wirkt noch jugendlich, könnte aber mehr Rassetyp zeigen. Die lange Halsung ist etwas horizontal platziert und der Kopf könnte mehr Adel aufweisen. Das Fundament ist von ausreichender Qualität, der Schritt ist raumgreifend und kräftig.Sie trabt mit starkem Hinterhandgebrauch, viel Souplesse und einem guten Erweiterungsvermögen. Dabei könnte sie ihr Vorderbein weiter nach vorne setzen.

Mutterlinie
 Nynke fan ‘t Skanswyke kommt aus einer prädikatreichen Mutterlinie aus Stam 028. Sie erreichte in einer IBOP 82 Punkte, wurde bereits sehr früh preferent und hat mittlerweile 5 registrierte Ster-Nachkommen.Die Großmutter ist ebenfalls eine preferente 1. Prämie-Sterstute (v. Nykle 309) mit 13 Nachkommen, von denen 2 bereits preferent sind. Sie ist eine Vollschwester des Grand Prix-Hengstes Ielke 382 aus der bekannten Imkje Ster Pref Prest.

Gebrauchsempfehlung

Menne 496 kann Haltung, Bewegung und das Modell verbessern. Als Dressurpferd bringt er positiven Einfluß auf den Galopp in die Zucht, mit ihm bedeckte Stuten sollten aber ausreichend über Rassetyp (vor allem Behang) verfügen.
Quelle: Friesenpanorama.com

Hier noch zwei Videos über Menne aus der HLP 2016 und der HK 2017

 

SEINE  ERFOLGE  IM  JAHR 2018
* Algeheel Reserve Kampioen HL 2018
Reseerve Kampioen jounge hengsten HK 2018
 SPORT Prädikat

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Hengstenhouderij Gebr. van Menen

 

 

DIE MUTTERPantheia von Steibach-Ries ist eine 2. Prämien Ster-Stute und Zuchtschausiegerin 2017. 
Sie stammt ab von Dries 421, der als einer der besten Vererber gilt, und nun hier zu Lande in der Zucht fehlt, da er kurz nach dem Pantheia gezeugt wurde nach Südafrika ausgewandert ist. Pantheia hat ein Stockmaß von 1,68 cm, besitzt eine tolle Aufrichtung und hat einen super lieben unkomplizierten Chrakter. Arbeitswillig ist sie stets bemüht und ein absolutes "will to pleas" Pferd. Trockene, klare Gliedmaßen, Rassetypischer Behang und eine wunderschöne Mähne sind Ihr Markenzeichen. Eine Instinktsichere Ster-Zuchtstute mit tollen Grundgangarten und einer wahnsinns Ausstrahlung - genau wie Ihr Sohn Lancelot. Ihr Unverwandtes Blut bring Sie von Ihre Mutter Meitsje von Rotenhagen mitSie ist eine Tije 401 Tochter welche von Fabe 348 aus der fast ausgestorbenen Age Linie abstammt. Age ist einer der unverwandesten Hengste in der Friesenpferdezucht. Pantheia ist langbeinig und im modernen Reitpferdtyp stehend, hat einen wunderschönen Hals und vererbt diese Eigenschaften auch an Ihre stark gebauten Fohlen die ebenfalls eine super Aufrichtung, ein schönes Gangwerk und einwandfreies Wesen besitzen. 

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bettina Müller

 

 

DER MUTTER-VATERE: Über Dries 421 - der Großvater von Lancelot -  habe ich in YouTube dieses tolle Video entdeckt. Er  ist nach der Entstehung von Pantheia nach Südafrika ausgewandert und nun auf dem Friesian Stud Pela Graca sehr erfolgreich im Deckeinsatz. Dries stammt ab von Jasper 366 Sport Elite P x Hearke 254 Sport P . Alle Hengste haben die Zucht maßgeblich beeinflusst und schon mehrere gekörte und recht bekannte Söhne und Nachkommen hervorgebracht. Nachdem ich Kontakt zu dem Gestüt aufgenommen habe, wurden mir diese tollen Bilder von Dries und seiner Heimat in Südafrika zur Verfügung gestellt. 
Many thanks  to Southafrica and all of Friesian Stud Pela Graca for the great Pictures about Friesian Stallion Dries.

 

 

   

Dries im Alter von 18 Jahre und noch Top Fit

     

Bilder mit freundlcher Genehnigung von Pela Graca

 

 

 

 

 Ahnentafel von Lancelot bis zur 4. Generation

Stutenstamm:  128
Inzuchtfaktor:  2,54%
KFPS Register: Veulenboek
2019: 1. Prämie

Menne 496 SPORT

Norbert 444 SPORT Pref

Tjerk 328 SPORT Pref.

Feitse 293 Pref. 

Wikje MODEL Pref Prest*11
Amalia-Annie MODEL Pfef*4

Hearke 254 SPORT Pref

Cevia STER Pref*6
Nynke fan t Skanswyke STER Pref*5

Beart 411 SPORT Pref 

Jasper 366 SPORT
Elite Pref

Setske F. STER Pref Prest*13
Eefke fan de Bosk STER Pref*4

Nykle 309

Imkje STER Pref Prest*9

Pantheia
von Steinbach-Ries STER

 

Dries 421 SPORT

Jasper 366 SPORT
Elite Pref

Olof 315 SPORT Pref

 

Antje ut de Mieden STER Prest
Hiltsje fan Nes MODEL Pref Prest*5

Hearke 254 SPORT Pref

 

Piterkle STER Pref*4
Meitsje von Rotenhagen

Tije 401 SPORT

Fabe 348 SPORT Pref.

Ofamke STER Pref*6
Aafke Ietjes

Ildert 355

Ietjes 

Die Bilder in der Foto-Ahnentafel wurden mir mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von:
* Markus Neurot - Friesenwiki
* Signature-Frisians
* Friesenpferde von Steinbach-Ries 


Gott nahm eine Handvoll von der Nacht.
 und streute sie auf das Marschland.

Da stand er nun, 
schwarz von Kopf bis Fuß,
 schwarz wie die Nacht die ihn schuf.

Ein stolzer Kopf, wallende Mähne, Fesseln mit Behang,
Beine die sich wie Federn senken und heben.

Eine Kraftvolle Haltung und Eleganz,
 die Haltung eines Königs, der Nacht des Dunklen.

Der König der schwarzen Freiheit.
 Der Friese

 

   

Lancelot, 3 Tage alt
Bilder von Züchterin Bettina Müller

 

Lancelot besuchte mit knapp 4 Monaten seine erste Zuchtschau beim DFZ. Dieser Tag war für Ihn bestimmt aufregend. So viele Menschen, eine neue Umgebung, das erste mal Anhänger fahren, sich brav präsentiern und so viele Augen die nur auf Ihn gerichtet waren... was da in seinem Kopf wohl vorging...?

Für mich war es nach langen 3 Jahren ohne Pferd, endlich wieder ein Tag, den ich mit gleichgesinnten im Kreise von vielen schwarzen Perlen verbringen durft. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden oder auf der Suche nach einem neuen Friesen für mich zu sein, fuhr ich zur Zuchtschau in den Nachbarort nach Sauerlach. Schließlich wollte ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen wenn die schwarzen Königinnen & Könige dort zu Gast sind. Im Süden finden derartige Schauen ja eher selten statt. Ein Grund mehr für mich die Zuchtschau des DFZ zu besuchen um die virtuellen Freundschaften aus Facebook & Co. auch live zu pflegen.  

Ich schlenderte durch den Stall, genoss die Pferdeluft, schaute mir alle Stuten mit ihren Fohlen an, und auch die etwas älteren Hengste die zur Zuchtschau angereist waren. Einer von Ihnen, Namens Jackpot, erinnerte mich sehr an mein Seelenpferd Marinus, doch ich schaute nur Interessehalber in die gräumigen Boxen die nach frischem Heu dufteten und mit Sägemehl eingestreut waren und erfreute mich am Anblick der Schwarzen Perlen. Bis zum Ende des Stalles wollte ich nicht gehen - doch es war noch etwas Zeit bevor die Zuchtschau pünktlich um 10:00 Uhr beginnen sollte und so ging ich doch bis zum Stallende. 

 

Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme....

 

Ein Blick in die letze Box auf der rechten Seite und sah ein wunderschönes kleines Hengstfohlen, welches laut und genüßlich schmatzte und sich bei seiner Mutter die leckere Milch schmecken lies. Mit der Milchschnute kam der kleine neugierig zum Boxenrand auf mich zu und drückte mir seine weichen Nüstern ins Gesicht und pustete mich mit seinem warmen Atem an. Dieser Duft und das weiche Gefühl der Nüstern auf der Haut zu spüren war unbeschreiblich.

Ich kann nicht genau sagen was es war, doch mir lief es in diesem Moment eiskalt den Rücken runter und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich streichelte den kleinen schwarzen Zwerg und merkte mir  seine  Namen der auf dem Boxenschild angebracht war. Lancelot von Steinbach-Ries, das hörte sich schon so edel an und irgendwie erinntete mich der keleine an meinen "Sir Aramis". Mit einem eigenartigen, aber dennoch schönen Gefühl ging ich nach draußen - es fühlte sich fast an wie Schmetterlinge im Bauch - kennt ihr das Gefühl wenn man verliebt ist - genau so hat es sich angefühlt. Irgendwie eigenartig, aber auch schön zugleich. 

An der Meldestelle besorgte ich mir noch den Zuchtschaukatalog warf einen Blick hinein und stellte fest, dass dieser keine bezaubernde Prinz gleich der erste war und mit der Nr. 1 an den Start ging. Die Sprecherin begrüßte das Richterteam das aus den Niederlanden angereist war, so wie das Läufer-Team von Berend Meester und natürlich die Besucher die sich inzwischen eingefunden hatten. Nun wurde der kleinen Mann vorgestellt und ein wenig über seinen Vater Menne 496 erzählt. Lancelot wartete schon fröhlich im Vorbereitungsring auf seinen großen Auftritt und wieherte, als wollte er sagen.... aufgepasst, jetzte komme ich.

 

Bild von Nicole Weps

Stolz und mit einer tollen Aufrichtung trabte er neben seiner Mutter in den Ring und wurde im Stand gemustert und im Schritt beurteilt. Raumgreifend, gleichmäßig und untertretend präsentierte er sich vorzüglich. Ich war völlig hin und weg wie ruhig uns souverän der kleine das mit seinen erst 4 Montan gemacht hat. Nun wurde sein Gangwerk im Trab und Galopp beurteilt, da blieb mir fast die Spucke weg und mir schossen aus unerklärlichen Gründen die Tränen in die Augen, ich war völlig gerührt wie schön der kleine Prinz so dahin schwebte. Er hat mich und mein Herz in diesem Moment einfach verzaubert. Das Ergebnis für Lancelot von Steinbach-Ries stand fest und er wurde mit der 1. Prämie  und einer wunderschöne organge Schleife des FPS belohnt. 

Bilder von Nicole Weps

Applaus ging durch die Zuschauermenge und Lancelot verließ völlig souverän den Ring und stolzierte neben seiner Mutter zurück in den Stall. Ich folgte ihm natürlich, beglückwünschte die Züchterin und wollte mir den kleinen nun etwas genauer unter die Lupe nehmen um mein Auge in Sachen Exterieur zu schulen. Die Züchterin Bettina war im Moment allerdins so beschäftigt mit der Vorbereitung des nächsten Pferdes dass wir keine Zeit fanden um einige Worte zu wechseln. Ich stand jedenfalls gerührt an der Box und beobachtete den kleine völlig verzaubert. An einen Kauf hatte ich damals im Leben nicht gedacht, ich wollte einfach nur den Moment für mich genießen.

Nach einiger Zeit, obwohl ich mich kaum losreißen konnte, ging ich erneut zum Vorführring als die älteren Hengeste an der Reihe waren. Einer von ihnen, den ich zuvor ebenfalls schon im Stall zu meine Favoriten zählte wurde unter den kritischen Augen der Richter das Ster Prädikat zuerkannt. Jackpot machte seinem Namen also alle Ehre. Am Ende des Tages wurde das Beste Fohlen der Zuchtschau gekört. Da die vorgestellten Stutfohlen an diesem Tag alle die 2. und 3. Prämie erhalten haben war schnell klar dass Lancelot  Bestes Hengstfohlen und damit Bestes Fohlen des Tages auf der Zuchtschau 2019 wurde. An dieser Stelle nocheinmal meine Herzlichen Glückwunsch an die Züchterin, Bettina Müller. 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Bettina Müller

 

In der Ehrenrunde wurde seiner Mutter Pantheia eine Siegerschärpe umgehängt und während des Freilaufs ertönte von Queen: "We are the Champions" aus den Lautsprechern. Lancelot gab noch einmal alles und galoppierte mit einer sagenhaften Schwebephase über den Platz. Ein absoluter Gänsehautmoment - unbeschreiblich. Ich hatte wieder dieses Gefühl in mir, genau als ich bei Ihm an der Box stand und war zu Tränen gerührt weil ich mich so mit der Züchterin Bettina Müller und den kleinen Lancelot über seinen Erfolg freute.   

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bettina Müller

 

Von dieser schwarzen Schönheit und kraftvollen Eleganz wurde ich verzaubert....

 

Nach der großen Show habe ich die Zeit gefunden mich mit Bettina ein wenig über Ihre Zuchtstuten und Lancelot auszutaschen. Schnell waren unsere Nummern ausgetauscht und der kleine ging mir Tagelang nicht aus dem Kopf. Er war schließlich "mein" Hauptweninn des Tages. Nach zwei langen Wochen entschloß ich mich Lancelot und Bettina in Munzingen zu besuchen um mir die Geburtsstätte von Lancelot anzusehen und ihn in seiner gewohnten Umgebung zu besichtigen. Es war ein wunderbarer Tag, erneut Friesenpferdeluft zu schnuppern und den 3 kleinen Fohlen (Lancelot, Kleopatra und Kassiopeia) beim grasen mit Ihren Müttern auf der Weide zu zusehen. Alle Pferde waren so aufgeschlossen, ausgeglichen und zutraulich und auch die anderen Hengstfohlen aus dem Jahrgang 2018 waren wunderschön.

Schließlich gab mir Bettina die Chache dem kleinen Lancelot ganz nah zu sein und ich durfte ihn putzen und mit ihm schmusen. Ich war erstaunt wie aufgeschlossen und zutraulich er zu mir war. Er lies sich ohne Problem überall anfassen und putzen, hob beim abtasten der Beine sofort ganz brav die Hufe und zeigte sich von seiner "Schokoladenseite". Auf der Koppel habe ich die kleine scharze Perle dann noch ein wenig beobachtet ehe sich Bettina und ich zum Kaffee trinken auf den Hof setzten. Dort fachsimpelten wir über die schwarzen Perlen und an dieser Stelle möchte ich mich nochmal recht herzlich bei Dir liebe Bettina bedanken, dieser Tag hat mir so viel bedeutet und meine Seele zum strahlen gebracht. 

Bild von Nicole Weps

 

Wir begegnen einander nie aus Zufall,
unsere Wege überqueren sich aus einem ganz bestimmten Grund,
 es findet zueinander was zusammen gehört. 

 

Es war niemals geplant, doch mein Herz hat mir am Tag der Zuchtschau schon längst ein Zeichen gegeben. Ich habe nur nicht richtig hingehört, vielleicht weil ich es auch nicht wollte und so garnicht in meine Lebensplanung passte. Manchmal ist das Bauchgefühl ein verdammt kluger Kopf und ich bin überzeugt davon, dass mir mein Seelenpferd Marinus, den ich jeden Tag so  sehr vermisse, diese  besondere Begegnung geschenkt hat. 

Momente im Leben, die man sich nicht erklären kann, auch wenn wir noch so oft nach dem Sinn und Warum fragen, sie passieren einfach und wir können nichts dagegen tun. Gegen Gefühle die tief im Herzen verankert sind kann man nicht ankämpfen. Das Schicksal hat anders entschieden als geplant. Dabei fällt mir immer wieder der Spruch aus dem Film Forest Gump ein: "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt." Diesesmal habe ich eine schöne Schachtel mit einer besoners tollen Praliene bekommen. Deshalb möchte mich von ganzem Herzen bei Dir liebe Bettina bedanken, dass Du mir dieses Goldstück anvertraut hast. Für mich geht damit erneut ein Traum in Erfüllung und ich werde alles mögliche tun was in meiner Macht steht dass es diesem bezaubernden Wesen und kleinen Prinzen bei uns gut gehen wird. Damit bleibt mir nur zu sagen: 

heart

Herzlich Willkommen in unserer Familie

Lancelot von Steinbach-Ries

heart

 

Hier mein erstes Video das vom Beginn unserer zauberhaften Geschichte erzählt...
 

 

Es ist die wohl schönste Zeit im Leben die man mit einem jungen Pferd verbringen darf, um eine besonsers innige Beziehung aufzubauen, sich kennen zu lernen und ein erfolgreiches Team zu bilden. Diese Chace ist mir vor fast 17 Jahren verwehrt geblieben. Dennoch bin ich dem Schicksal dankbar diese Chace nun erneut zu bekommen. Aus diesem Grund habe ich mich die letzten Tage auch intensiv auf die Suche nach einem geeigneten Aufzuchtstall für Lancelot gemacht. Mir war und ist es wichtig, dass er die nächsten 2,5 bis 3 Jahre mit anderen Hengsten zusammen stehen kann um zu spielen und möglichst gut weiter sozialisiert zu werden. Doch die suche nach einem passenden Platz, der nicht hunderte von km weit entfernt ist, wo die Hengste total auswildern und keinen Bezug mehr zum Menschen haben gestaltete sich garnicht so einfach. Die meißten Plätze waren schon bis Herbst 2020 ausgebucht. Nach der Besichtigung von vier potentiellen Aufzuchtplätzen in denen noch Plätze zu vergeben waren stand auch noch die Option im Raum, Lancelot nach dem Absetzten (ab ca. Ende Oktober) im Stall der Züchterin zu belassen und dort mit den anderen beiden Junghengsten aufwachsen zu lassen. 

Meine Entscheidung stand nach jedoch der Besichtigung der Aufzuchtplätze schnell fest und hat mich absolut Überzeugt. Leider ist dieser auch etwas weiter von mir weg, doch für dieses Pferde-Paradies nehme ich gerne den Weg 1-2/Woche auf mich um meinen kleinen Lancelot dort zu besuchen. Öfter würde ich es zur Züchterin aus zeitlichen Gründen auch nicht schaffen als "nur" am Wochenende. Außerdem soll Lancelot einfach nach dem erlernen des Fohlen-ABC noch seine Jugend unter gleich gesinnten genießen dürfen. Der Ernst und die Arbeit werden noch früh genut beginnen, denn die Zeit vergeht einfach viel zu schnell...

Das Paradies, idyllisch gelegen zwischen Wäldern und Wiesen im schönen Rottal, mit über 8 Hektar Weideland und Bergigen Koppeln, 24 Std. Auslauf auf der großzügigen Sommer- & Winterkoppeln mit angrenzendem Paddock und Laufstall, qualitativ hochwertigem Heu und Stroh welches den Junghengsten zusätzlich zu den Kräuterwiesen ebenfalls 24 Std. und 7 Tage die Woche zur verfügung steht - der "Pferdekindergarten" bietet also alles was das Junghengsteherz begehrt.

Eine kliene beständige Gruppe von max. 8 Pferden, vom Absetzer bis zum 3jährigen, tägliche kontrolle der Pferde im Stall so wie Hufpflege und Zufütterung mit Mineral- & Kraftfutter sind noch weitere Dinge die neben dem täglichen Anbindetraining dort mit liebe zu den Pferden betrieben wird. Die Betreiberin hatte selbst einmal eine schwarze Perle und war um so mehr begeistert dass der kleine Lancelot in die Herde integriert werden soll. Da die Zusammenführung immer mit mehren Absetzern oder Jährlingen über einen kurzen Zeitraum (1-3 Tage) erfolgt um in die Herde nicht unnötig zu beunruhigen war es im November nach dem Absetzten leider zu knapp mit der Umstellung in den neuen Stall. Aus diesem Grund haben wir uns alle einvernehmlich geeinigt, dass der kleine Prinz zu beginn der Weidesaision ab ca. April 2020 in sein neues Domizil ziehen wird, wo er dann  die nächsten 2-3 Jahre seine  seine Muskulatur und Gangwerk so wie Immunsystem täglich durch die bergigen Koppeln trainieren zu können. 

Bilder wurden mir mit freundlicher Genehmigung von der Hengstaufzucht zur Verfügung gestellt

 

Folglich habe ich mich nun auch für eine "Übergangslösung" entschieden. Lancelot wird im November zu mir in die Nähe an einen Offenstall kommen, wo er über den Winter mit einem gleichaltrigen Haflingerhengstfohlen nach dem Absetzten aufwachsen kann, bis er dann zu beginn der neuen Weidesaison in sein neues Domiziel ziehen wird. Ich werde Euch hier natürlich über alles weitere Berichten, was Lancelot und ich so alles erleben werden und wie es ihm bei den ersten Schritten in sein neues Leben als Absetzer so ergeht. 

Zwischenzeitlich habe ich den kleinen Prinzen noch einmal besucht. Es ist jedesmal wieder schön zu sehen wie er von Woche zu Woche größer wird und seinen eigenen Charakter entwickelt. Beim Putzen und Kraulen lernen wir uns besser kennen und Lancelot war die ganze Zeit auf der Koppel neugierig an meiner Seite. Es gibt Dinge die bedürfen keiner weitern Erklärung, weil es die magischen Momente sind die einfach nur glücklich machen. 

 

Bilder von Nicole Weps

 

Bis November wird noch leider noch einige Zeit vergehen... doch ich genieße jede Sekunde die ich kurzzeitig mit meinem Baby Lancelot verbringen darf. Im Moment bin ich zeitlich sehr eingespannt und aufgrund meiner Welpenaufzucht die natürlich Priorität hat, werden vorerst die nächsten 8 Wochen keine Besuche mehr möglich sein. Doch wenn die Welpen ausgezogen sind und in Ihren neuen Familien sind, beginnt auch für mich wieder ein neuer Lebensabschnitt. Es wird dann nämlich schon so weit sein dass ich meinen verzauberten Prinzen Lancelot abholen und mit nach Hause nehemn darf. 

Mit einer lieben alten Freundin, die ich noch zu Marinus Zeiten von unseren Auftritten in Schloß Schleißehim kenne, habe ich schon einen Termin für ein erstes gemeinsames Fotoshooting ins Auge gefasst :-) ich möcht nämlich den Zauber des Anfangs gerne in Bildern festhalten, denn die Zeit das Lancelot so klein sein wird vergeht viel zu schnell. Ich bin sehr gespannt wann und was wir uns für das Shooting schönes einfallen lassen.

 

Lange habe ich meine Herzensentscheidung Geheim gehalten.
Vor meiner Familie und vor meinen Freunden, weil ich einer Sache bewusst aus dem Weg gehen wollte...

Ein Fohlen...?
Bist Du Dir auch ganz sicher...?
Weist Du was das Arbeit macht...?
Das willst Du Dir wirklich noch antun..?
Was das wieder alles kostet...!
Warum einen Hengst...?
Kauf Dir doch gleich ein fertig ausgebildetes Pferd!
Du hast nicht alle Tassen im Schrank...!

All diese Aussagen und noch vieles mehr musste ich mir die letzten Tage zu genüge anhören - doch all das prallte an mir ab, weil ich weiß dass es für  mich die richtige Entscheidung war. Es kommt alles wie es kommen soll und deshalb genieße ich die Zeit mit meinem kleinen Friesenhengstfohlen - ganz egal was andere sagen.  

Es gibt Dinge im Leben die kan man nicht planen, und auch ich weiß nicht was morgen oder übermorgen ist. Deshalb will ich mein Leben leben und das tun was mich glücklicht macht.

Ich will nicht sagen... dazu bleibt für später noch Zeit... wer weiß schon was später ist...
Ich will sagen ich hab´s wenigstens versucht und ich war glücklich dabei!

Wer sagt,
Glück kann man nicht anfassen,
der hat noch nie einen
 Friesen gestreichelt!

 

 

Die ersten Schritte als Absetzer in ein neues Leben....

Am 24. November 2019 war es endlich so weit und ich durfte meinen kleinen Prinzen zu mir holen. Rund 1 Woche war er schon von seiner Mutter abgesetzt und stand brav nebenan mit Sichtkontakt zu ihr. Nachdem der Pferdanhänger am Vortag abgeholt und vorbereitet war ging es um 6:30 Uhr morgens noch vor Sonnenaufgang in Richtung Nördlingen los. Gegen 8:30 Uhr waren wir am Stall angekommen und rangierten den Anhänger rückwärts in die Hofeinfahr. Nach einer kurzen begrüßung meines schwarzen Prinzen tauschen Bettina die Züchterin und ich uns noch kurz aus, die Papiere wurden mir übergeben und dann ging es auch schon ans Verladen. Lancelot gint völlig ruhig und souverän in den Anhänger, obwohl er das nun alles ohne seine Mutter meistern musste. Nach knapp 40 Sekunden war der kleine Mann sicher verladen und machte sich im Anhänger auch schon über das leckere Heu her. Die ganze Fahrt über stand er völlig ruhig im Anhänger, dies konnten wir natürlich über die Kamera beobachten. Nach guten 2 Stunden Fahrt waren wir im neuen zu Hause angekommen und konnten Lancelot völlig ruhig ausladen. 
 
Im neuen Stall angekommen zeigte er sich die ersten Minuten etwas eingeschüchtert und ängstlich, doch nach 20 Minuten wurde er durch die Herde am Zaun begrüßt und nach weiteren 30 Minuten durfte er seinen Spielkumpel Nerho, ein Haflingerhengstfohlen, kennen lernen. Die beiden standen nun für 1 Woche separat in einem Unterstand mit Paddock und Zugang zum Paddock Trail. So hatte Lancelot einen Freund an dem er sich orientieren konnte und totzdem den Kontakt zur Herde. Die Woche danach haben wir die zwei kleinen Hengste wieder in die große Herde integriert. Auch dies erfolgte völlig ruhit und unspäktakulär als die beiden keinen auf die Koppel zu den anderen gingen.  Natürlich gab es hier und da ein paar kleine Diskussionen, doch alles ohne Schrammen und Verletzungen. 
 
Diese wunderbaren Momente und unsere ersten gemeinsamen Schritte habe ich natürlich wieder in einem Video zusammen gefasst. An dieser Stelle meinen Herzlichen Dank an Rebecca dass Du uns begleitet und diese kleine Videosequenzen gemacht hast. 
 
 
 

 

 

Das Fohlen ABC

Nach einer weiteren Woche habe ich etwas mehr angefangen am Fohlen-ABC mit Lancelot zu arbeiten. Das tägliche Aufhalfter gestaltete sich in den ersten Tagen garnicht so leicht. Kaum sah er dass ich mit dem Halfter den Paddock betrat flüchtete er von mir. Doch ich ließ nicht locker und lockte ihn immer wieder mit ein paar Karottenstücken zu mir und auch das Aufhalftern wurde von Tag zu Tag besser. Wie sagt man so schön: "Übung macht den Meister". In Verbindung mit dem Putzen und täglichen Füttern konnte Lancelot das "böse Plüschhalfter" mit etwas positiven verknüpfen und so fasste er immer mehr Vertrauen zu mir.

Mittlerweile kommt er freudig und aufmerksam auf mich zu wenn ich ihn beim Namen rufe, holt sich seine Streicheleinheiten und sein Karotten-Leckerchen ab und lässt sich dann ohne große mühe völlig problemlos aufhalftern. Das führen zum Putzplatz macht er schon gut und sobald ich ihm den Strick über den Hals werfe läuft er schon ohne mich voraus, so das ich das Stromseil öffnen und schließen kann.  Das Putzen genießt er sichtlich und schnaubt mehrmals  ab. Diese Zeit nutzen wir natürlich für ein intensiven Kontakt und gleichzeitig für ein paar liebevolle Streicheleinheiten. Das Hufe geben war zu Anfangs auch nicht seine Lieblingsübung. Schließlich ist es schwer das Gleichgewicht zu halten. Die erste Zeit zog Lancelot die Hufe immer mal wieder weg und ich hatte auch so einige Blauen Flecken davon getragen. Aber mit viel liebe, ruhe und Geduld haben wir auch dieses Prozedere positiv durchlaufen und nach gutem aufheben immer mit Leckerchen und viel Lob bestärkt. Nach über 1 Woche täglichen üben klappt es jetzt schon wirklich alles hervorragende. Ich bin sehr zufrieden wie sich der kleine Prinz entwickelt und so schnell lernt. Es ist einfach nicht selbstversändlich ein Pferd zu Putzen oder die Hufe auszukratzen, daher freut es mich um so mehr dass Lancelot mir täglich  sein Vertrauen schenkt und sich jeden Tag weiter entwickelt. 

 

Weil Liebe durch den Magen geht...

Das Füttern bzw. Fressen war die ersten Tage auch nicht von besonderem Erfolg gekrönt. Um ehrlich zu sein machte ich mir wirklich sorgen da er die ersten 3 Tage kaum etwas fressen wollte. Zuerst dachte ich es liegt am Mineralfutter oder an der Schüssel. Dann habe ich ihn Handweise mit den Hafer und dem EMH Struktur angefüttert, doch auch das ging nur sehr zäh. Mit Mash vermischt und etwas Heucobs hat er dann langsam angefangen zu fressen. Die Portion der Heucobs habe ich dann langsam ausschleichen lassen und nach knapp einer Woche dann komplett auf eine normale Fütterung umgestellt. Nach der Integration in die Herde hatte Lancelot aber dann täglich richtig Kohldampf und von da an war  seine Futterschüssel immer ratze putz leer.  

Nun bekommt er zwei mal pro Woche das EMH Mash von Eggersmann.  Die warme Mahlzeit ist eine willkommene Abwechslung und er liebt es.  Oft gieße ich das Mash mit einer Teemischung aus Hagebutte und Brennessel oder Pfefferminze auf. Hagebutten enthalten viel Vitamin C, Brennessel ebenso und es regt die Entschlackung an. Die Wohltuenden Dämpfe der Pfefferminze ist gut für die Atemwege. In dieser Kombination Liebt Lancelot sein Mash noch mehr. 

Die restlichen Tage, also 5 x pro Woche,  bekommt Lancelot "nur" 2 Hände voll ganzen Hafer (davon 1 Hand Goldhafer & 1 Hand Schwarzhafter) 2 Hände voll EMH Struktur und natürlich das wichtige Mineralfutter Stimul-Vital von Reico. Die Ration wird täglich mit etwas Karotten, Fenchel, Rote Beete oder Äpfeln ergänzt. Natürlich steht hochwertiges Heu ad libidum zur Verfügung, denn gutes Rauhfutter ist ebenso wichtig für ein gesundes und ausgewogenes Wachstum.

 

Ein wenig Kopfarbeit

Das kleine Fohlen-ABC mit Putzen, Hufe geben und Füttern klappt schon wirklich gut. Aber nachdem ich den Eindruck hatte dass Lancelot vielleicht etwas mehr arbeiten möchte habe ich die letzte Zeit im Paddock mit ihm etwas Führtraining (allerdings ohne Halfter & Strick) geübt. Nachdem er mir ohnehin wie ein Hund aufmerksam folgt habe ich so Schritt & Steh spielerisch aufgebaut. Beim los gehen habe ich  "Scheeritt" gesagt und wenn er stehen bleiben sollte habe ich mich zu ihm gedreht und mit "Steh" zum anhalten aufgefordert. Nach nur 3 Wiederholungen hat Lancelot verstanden um was es geht. Diese Übung habe wir täglich mit ein paar Tagen unterbrechung eingebaut. Weil das alles so super gut geklappt hat habe ich entschlossen einige Übungen am Roundpen weiter zu führen. Mein Ziel war für diesen Tag das Führen inkl. Handwechsel und die Stangenarbeit.  Zuerst durfte sich Lancelot in ruhe im Roundpen umsehen und die Stangen beschnüffeln bevor wir mit der Arbeit begonnen haben. Nach nur 8-10 Minuten habe ich das Training mit einem positiven Ergebnis beendet. Mein Ziel war das Lancelot ruhig über die Stangen geht, zwischen den Stangen stehen bleibt und zum Schluss über den Stangen stehen bleibt. All das hat er für die Erste gemeinsame Übungsheinheit hervorragend gemeistert. Auch wenn er sich zwischendurch einmal etwas aufgeregt hat, war ich mega stolz auf Ihn dass er sich auch wieder so schnell beruhigt hat und dann sehr aufmerksam bei der Arbeit war und mir sein Vertrauen erneut geschenkt hat. Diese kleinen Steps sind für mich so viel Wert und es bestätigt mich dass wir auf dem richtigen Weg sind in dem sich Respekt und Zuneigung die Waage halten. 

 

Tapetenwechsel

Rückblickend auf die letzten 4 Wochen die Lancelot nun schon bei mir ist haben wir schon so viel erreicht und sind zu einem guten Team zusammen gewachsen. Darüber bin ich besonders stolz. Daher war es an der Zeit mit einer weiteren Übung zu starten. Am Sammstag war unsere Weihnachtsfeier am Stall und so hatten wir  entschlossen alle gemeinsam mit unseren Pferden einen kleinen  Spaziergang zu machen. Anfangs war ich etwas skeptisch und natürlich sehr aufgeregt... dies äußerte sich in einem getänzel von Lancelot auf den ersten paar Metern. Einmal tief durch atmen und die Aufregung verschwand wie von zauberhand, dann konnten wir in der Gruppe unseren erste gemeinsame Spaziergang im Gelände auch genießen und positiv beenden. 

Am nächsten Tag entschloss ich mich den gleichen Spaziergang mit Lancelot allein zu unternehmen. Also eine erneute Übungseinheit: Weg vom Stall ohne Artgenossen.
Zur Sicherheit hat uns die liebe Rebecca begleitet. Der Spaziergang war völlig ruhig und entspannt und dieses mal war auch etwas mehr Zeit dass sich Lancelot alles ganz in ruhe ansehen konnte. Egal ob das Moos oder Laub am Boden, die Baumstämme am Wegesrand oder der Wind der in der Luft lag. Ich gab ihm Zeit alles zu beobachten und zu prüfen. So konnten wir unseren Spaziergang auch dieses mal wieder positiv beenden und dieses wunderschöne Gefühl von Vertrautheit hat Rebecca für uns in Bilder und Videos festgehalten. 

Bilder folgen...

 

Umzug in die Hengstaufzucht

Nun war der Tag gekommen an dem mein "Absetzer" sich wieder auf den Weg zu einem weiteren und neuen Lebensabschnitt machte... Der Umzug in die Hengstaufzucht stand an. Meine ganze Aufregung ob der Transport und das Verladen auch funktionieren würde hätte ich mir sparen können, den Lancelot ging völlig selbstsicher mit einem kurzen Blick zurück in den Stall geradewechst in den Anhänger in dem eine große Portion Futter auf ihn wartete. Großzügig mit Stroh eingestreut und ohne Trennwand haben wir ihn dann nach ca. 1,5 Stunden Fahrt in sein neues Heim gebracht. Nur ganz leicht war er verschwitzt, sonst wirkte er wieder völlig ruhig uns souverän und völlig klar und bei sich. Ich war mächtig stolz und erleichtert dass er sicher in seinem neuen Domizil angekommen war. 

Nach dem Ausladen wurde er in den Stall geführt und durfte im Nachbarraum auf einen weiteren Absetzer warten der mit Ihm zusammen in die Hengstherde integriert wurde. Der Haflinger kam ca. 40 Minuten später am Hof und und wurde in den Selben Raum wie Lancelot gestellt, so dass sich die zwei Neuankömmlinge erst einmal in Ruhe beschnuppern und anfreunden konnten. Dann wurde die Türe zum Hauptstall geöffnet in dem viel Heu und stoh in den Fress-Ständern lag. Nach und nach wurden die älterne Hengste dazu gelassen. Dann ging das Dominieren und geuietsche los. Sowohl Lancelot als auch der Haflinger wurden von A nach B gescheucht und auch den ein oder anderen etwas panischen Sturz musste er leider an diesem Tag verkraften. Nach ca. 1-2 Stunden beruhigte sich die Situation und scheinbar war dann die Rangordnung in der "neuen Herde" wieder geklärt. Alle standen sehlig nebeneinander und haben am Heu gefressen. Die Nacht über mussten alle im Stall verbringen und am nächsten Morgen durften alle zusammen auf die Koppel. Die Stallbesitzerin informierte mich an nächsten Morgen dass die Nach ruhig verlaufen ist und ich mir keien sorgen machen müsste, es sei alles im grünen bereich. Da viel mir natürlich ein stein vom Herzen und die nächsten Tage bekam ich diese tollen Bilder geschickt. 


Besuch nach 6 Wochen eingewöhnung

Sehnsüchtig habe ich den Tag herbeigesehnt an dem ich meinen Lancelot endlich nach der eingewöhnung besuchen durfte. Zuvor hätte es keinen Sinn gemacht, denn ich hätte ihn zum Putzen nicht aus der Herde holen können ohne dass er dann ungestört zurück kommen kann. Er wäre sofort wieder von allen Belagert worden, das wollten wir in jedem Fall vermeiden. Somit gestalte sich unser erster Besuch auch nur auf der Koppel und nach und nach kamen mehrere Besuche dazu um ihn dann wieder mit in den Stall zu nehmen um gründlich zu pitzen und Zeit mit ihm zu verbringen. Man merkt aber deutlich dass ihm der Ortswechsel und diese Haltungsform sehr gut tut, denn anfangs konnte er kaum abhaaren und hatte offensichtlich wenig Energie und Kraft. Somit wurde das Mineralfutter von uns umgestellt und nach 14 Tagen konnte man eine deutliche Besserung feststellen. Nun hat er dauerhaft die Nahrungseränzungsmittel von Dr. Weyrauch bekommen. Insbesondere Goldwert, Beinhar und zusätzlich Frühlungserwachen und Feuerstrahl. Damit war er auch gut durchmineralisiert und er gallopierte mit seinen Kumpels somit auch immer mehr und freudiger über die Koppeln. 


Ein bisschen Übung muss sein

fortsetzung folgt....


In diesem Sinne,
trabt schön weiter und bis bald....


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